Wieder brennen etliche Hotels - Was können Sie besser machen?

Wieder brennen etliche Hotels - Was können Sie besser machen? (Foto: ADAC)
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Mehr Sorgfalt beim Brandschutz tut Not. Darauf weist der Hotelsicherheits-Experte Ulrich Jander seit Jahren hin. Die jüngsten Fälle verdeutlichen, warum Arbeitgeber ihre Mitarbeiter weiterhin oder noch öfters schulen müssen.

Im Axel Hotel in Berlin hatte ein ein Angestellter im sechsten Obergeschoss ein Feuer in einer Sauna bemerkt. Der Mann versuchte nach Polizeiangaben zunächst selbst, den Brand einzudämmen und zog sich dabei Brandverletzungen zu. Er musste zur Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Hotelgäste wurden nicht verletzt, sie waren während des Löscheinsatzes im Restaurant untergebracht. Die unteren vier Etagen des siebengeschossigen Gebäudes konnten nach dem mehrstündigen Einsatz wieder freigegeben werden. Die Polizei ermittelt nun zur Brandursache. Anzeichen für Brandstiftung gebe es nicht. Vermutlich sei das Feuer durch Fahrlässigkeit entstanden, heißt es.

Ebenfalls eine Sauna fing bei einem Tagungshotel in Schönnewitz bei Meißen Feuer, vermutlich durch einen Kurzschluss. Der Brand fraß sich durch die Dachbalken und entzündete Decken von Gästezimmern. Drei Gästen mussten wegen Rauchgasverletzungen behandelt werden.

Ein privat betriebenes Ferienhotel in Maria Alm (Österreich) wurde bei einem Brand schwer beschädigt. Flämmarbeiten in einem der oberen Stockwerke soll einen sog. Glimmbrand entfacht haben. Dieser entzündete sich später, dabei explodierte sogar eine Gasflasche. Das Dach des Hotels musste von der Feuerwehr teilweise eingerissen werden, um die Flammen zu löschen.

Ein offenbar nicht genügend gesäuberter Kamin in einem Hotel in Andermatt (Schweiz) ist Ursache für ein Feuer. Zwar konnte der Brand des Cheminéekamins von der Feuerwehr rasch gelöscht werden, doch der Sachschaden dürfte beträchtlich sein. Ersten Erkenntnissen zufolge dürfte entzündetes Pech das Feuer im Kaminrohr ausgelöst haben.

Haben Sie Fragen zum Brandschutz? Dafür steht unser Experte und Sachverständige Ulrich Jander zur Verfügung - natürlich kostenfrei! Ihre Fragen stellen Sie einfach per E-Mail (gastro.redaktion@hussberlin.de) oder Kontaktforumlar: http://www.gastronomie-hotellerie.com/expertenrat