Vorsicht bei trockenem Tannengrün und Kerzen - 12 Tipps der Feuerwehr zur Weihnachtszeit

Vorsicht bei trockenem Tannengrün und Kerzen - 12 Tipps der Feuerwehr zur Weihnachtszeit (Foto: Rauchmelder retten Leben)
Foto: Rauchmelder retten Leben

1. Verstellen Sie nicht Fluchtwege wie Fenster, Türen, Flure und Treppen.

2. Behalten Sie Tannengestecke und Adventskränze nicht zu lange in der Wohnung, trockene Zweige brennen wie Zunder.

3. Ersetzen Sie trockene Zweige durch frisches Tannengrün und holen Sie den Weihnachtsbaum erst am 24.12. in das warme Zimmer.

4. Benutzen Sie keine brennbaren Untersätze.

5. Achten Sie auf ausreichenden Sicherheitsabstand zu leicht brennbaren Materialien, wie z.B. Vorhänge und Gardinen.

6. Prüfen Sie das Temperaturumfeld vorsichtig mit der Hand.

7. Verwenden Sie Sicherheitskerzen. Der vor dem Kerzenboden endende Docht lässt die Flamme erlöschen.

8. Lassen Sie brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt, schon gar nicht, wenn Kinder allein im Zimmer sind.

9. Verwahren Sie Zündhölzer und Feuerzeuge an einem sicheren Platz.

10. Wunderkerzen gehören nicht in die Adventsgestecke oder Weihnachtsbäume.

11. Beugen Sie vor: Halten Sie für den Brandfall ein Gefäß mit Wasser griffbereit, denn um ein Gefäß mit 10-12 Litern Wasser zu füllen, benötigen Sie ca. 1 Minute. Genau das kann eine Minute zu spät sein.

12. Alarmieren Sie bei Feuer sofort die Feuerwehr, Notruf 112, bewahren Sie Ruhe, verlassen Sie den Brandraum und schließen die Tür. Weisen Sie die Feuerwehrkräfte ein!

Verbrennungsgefahr in der Weihnachtszeit - Was bei Brandverletzungen beachtet werden sollte
Kamin, Adventskranz, Christbaum - in der Weihnachtszeit sind Brandverletzungen keine Seltenheit. "Neben den Sommermonaten, wenn viel gegrillt wird, gibt es auch im Winter einen saisonalen Anstieg der Verbrennungsunfälle", schildert der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin, Prof. Hans-Oliver Rennekampff, im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Bei kleineren Verbrennungen ersten Grades können Betroffene sich in der Regel gut selbst versorgen. Dann hilft Wasser auf der betroffenen Hautstelle - und zwar so schnell wie möglich. Es sollte etwa 15 bis 20 Grad haben. Von Eisbeuteln oder eiskaltem Wasser raten Ärzte ab. Zu kaltes Wasser könnte an der Stelle unbemerkt eine Unterkühlung verursachen oder das Gewebe zusätzlich schädigen. Bilden sich als Folge der Verbrennung große Blasen, löst sich die Haut oder ist die Stelle nicht gerötet, sondern weiß, sprechen Mediziner von einer Verbrennung zweiten Grades. Dann sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen - insbesondere bei Verletzungen im Gesicht und an den Händen. Bei Kindern sollten auch kleine Verbrennungen rasch einem Arzt gezeigt werden, bei Kleinkindern oder Säuglingen muss man den Notarzt rufen.