Wieder Hotels brutal überfallen - So schützen Sie Ihr Unternehmen

So schützen Sie sich vor Raubüberfällen - Warn-Aufkleber kostenlos abrufbar: gastro.redaktion@hussberlin.de (Grafik: HUSS-BERLIN / Arne Belau)
Grafik: HUSS-BERLIN / Arne Belau

Ermittlungen zufolge betraten gegen 1 Uhr drei Männer ein Hotel in der Rudower Straße in Buckow, sollen den 27-jährigen Portier mit einem Messer und einer Pistole bedroht und Geld gefordert haben. Mit dem Inhalt der Rezeptionskasse flüchteten die Männer.

Etwa 25 Minuten später betraten zwei Maskierte ein Hotel in der Charlottenburger Hardenbergstraße, hätten den 50-jährigen Angestellten sowie dessen zehn Jahre älteren Kollegen mit einem Messer bedroht und Geld aus der Kasse genommen. Ein Jugendlicher beobachtete die beiden Männer, die auf der Flucht am Steinplatz in einen Kleinwagen stiegen und davon fuhren.

Mehr Schutz und Sicherheit tut Not

Die Raubüberfälle auf Hotels und Restaurants nehmen bundesweit weiterhin zu. Als Leserservice bietet die Redaktion von “gastronomie & hotellerie” Ihnen ein kostenlos abrufbares Türschild zu Abschreckung von Ganoven. Die Vorlage “Mehr Sicherheit für das Gastgewerbe” kann per E-Mail angefordert werden: gastro.redaktion@hussberlin.de

Um langfristigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorzubeugen sollten seelische Verletzungen, die durch einen Überfall entstanden sind, so schnell wie möglich medizinisch abgeklärt, betreut und gegebenenfalls behandelt werden. Dafür ist es wichtig, dass sich Überfallopfer umgehend bei ihrer zuständigen Berufsgenossenschaft melden. In den sieben über Deutschland verteilten Bezirksverwaltungen der BGN gibt es spezielle Ansprechpartner, die sich um Menschen mit einem überfallbedingten psychischen Trauma kümmern und einen schnellen Kontakt zu einem Therapeuten herstellen. Denn: Je schneller ein Überfallopfer betreut wird, desto besser lässt sich eine Traumatisierung verhindern. Beginnt die Behandlung mit zeitlicher Verzögerung, dann ist sie meist schwieriger und langwieriger.

Vorsorge zu treffen ist der erste Schritt Überfälle zu verhindern. Schwachstellen im Betrieb zu analysieren und Abhilfe zu schaffen wird im Fall der Fälle auch den möglichen Schaden begrenzen.

Technische und bauliche Maßnahmen im Innen- und Außenbereich sind am wirksamsten und deshalb eine Grundvoraussetzung neben organisatorischen und personenbezogenen Maßnahmen. So erhöhen beispielsweise ungesicherte Türen und unzureichende Beleuchtung das Überfallrisiko deutlich.

Sind die baulichen und technischen Maßnahmen umgesetzt, folgen organisatorische. Eine wesentliche Fragen dabei: Wer kann im Notfall helfen oder wie kann schnellstmöglich Hilfe sichergestellt werden?

Bei einem Überfall stehen alle unter Stress – Opfer und Täter. Die Situation kann eskalieren. Damit das nicht passiert, ist es für Opfer wichtig, sich während des Überfalls richtig zu verhalten. Notfallregel Nummer 1: Ruhe bewahren. Weil schon die Ruhe zu bewahren nicht einfach ist, sollte das Verhalten für diese Notsituation vorher geübt werden. Anleitung dazu gibt das BGN-Seminar „Gewaltprävention – Mehr Sicherheit durch Handlungskompetenz in Krisensituationen“. In Vortrag und Rollenspiel erlernen die Teilnehmer Gewaltsituationen mit Hilfe organisatorischer und technischer Maßnahmen vorzubeugen, das richtige Verhalten in der Krisensituation sowie präventive Planung bei der Opferbetreuung.