Schwere Brandschutz-Mängel: Hotelier soll für vier Jahre in Haft - 6 Tote bei verheerendem Feuer

Foto: Deutsche Messe AG Hannover
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Aktennotizen würden belegen, dass im Rathaus bekannt war, dass in dem Holzhaus viele Gäste übernachteten, obwohl es keine Genehmigungen dafür gab und die vorgeschriebenen Brandschutz-Vorkehrungen fehlten, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Die Brandursache ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Eine achtlose weggeworfene Zigarette könnte einen Wäscherank unter dem Stockwerk mit dem Matratzenlager in Brand gesetzt haben. Der 47-Jährige Betreiber gab zu Prozessbeginn vor demn Landgericht Traunstein zu: "Ich hätte dort niemanden übernachten lassen dürfen."

Dass Brandschutz-Mängel heute nicht mehr so liederlich gehandhabt werden, zeigt die steigende Zahl an Zwangsschließungen von Hotels. Die zuständigen Behörden fürchten ihre sog. Amsträgerhaftung. Hoteliers sollten sich beraten lassen und Schwachstellen sowie Sicherheitslücken in ihrem von Fachleuten genau untersuchen lassen, rät der auf Hotelsicherheit spezialisierte TV-Experte Ulrich Jander. Hotelbrände ziehen in der Regel neben strafrechtlichen Anklagen auch zivilrechtliche Ansprüche von verletzten Gästen oder deren Hinterbliebenen nach sich.

Haben Sie Fragen zum Brandschutz? Fragen sie Hotel-Sicherheitsexperte Ulrich Jander anonym per Web-Formular: http://gastronomie-hotellerie.com/Expertenfrage
Die Antworten lesen Sie in den nächsten Ausgaben von gastronomie & hotellerie