Nächstes Tophotel wird Flüchtlings-Unterkunft

Zuletzt wurde das Ramada Hotel in Frankfurt/Oder zum sog. F-Hotel umgewidmet; die rund 350 Flüchtlingen sollen in den nächsten Wochen dort einziehen. Über die Cost & Logis-Pauschale wurde Stillschweigen mit den zuständigen Behörden vereinbart.

In Halle/Sachsen-Anhalt sollen bis zu 700 Flüchtlinge in das Hotel nahe dem Hauptbahnhof kommen. Kommende Woche soll in der Landesregierung darüber entschieden werden. Behörden werfen nun offenbar bundesweit ihre Augen auf bestehende Hotels - bislang galten ehemaligen Herbergen/geschlossene Hotels als Flüchtlingsheim geeignet - um die zahlreichen Flüchtlinge für Herbst und Winter sicher und warm unterzubringen.

Für manches Hotel an Nachfrage-schwachen Standort könnte sich dies durchaus lohnen. Bis zu 75 Euro pro Flüchtlingsgast werden pro Tag gezahlt - bei dann hundertprozentiger Auslastung für viele Monate und sicherer Bonität der behördlichen Auftraggeber nicht uninteressant. Für in die Jahre gekommende Hotelimmobilien mit Renovierungsstau wäre dies womöglich der rettende Ast.

Lesen Sie dazu auch eine Analyse von gastronomie & hotellerie Chefredakteur Carsten Hennig: "Flüchtlingshotel - das neue Geschäftssegment"

 

Foto: Maritim Hotel Halle (Lobby)