Mindestlohn: Wichtige Details zur Dokumentation

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Es wurde eine zweite Schwelle (neben der Verdienstgrenze von 2.958 Euro) bei 2.000 Euro eingezogen – nicht abgesenkt! Diese Schwelle sei mit der Auflage verbunden, zwölf Monate lang die täglichen Arbeitszeiten aufzuzeichnen und Nachweise zu führen, dass dieser Arbeitnehmer jeden Monat mehr als 2.000 Euro verdient habe. "Erst dann kann ab dem 13. Monat auf die Aufzeichnung entfallen", so Dr. Uwe Schlegel von ETL Rechtsanwälte. Und weiter: "Da jedoch diese Regelung noch keine 13 Monate alt ist, kann zur Zeit unmöglich jemand davon Gebrauch machen, es sei denn er hat bereits vor dem Mindestlohn eine entsprechende Aufzeichnung geführt." 

Ein weiterer, wichtiger Hinweis zur Beschäftigung von  Familienangehörigen: Der Gesetzgeber setzt hier sehr enge Grenzen auf Ehepaare und erwandte ersten Grades, sprich Eltern und Kinder. "Folgerichtig müssen Oma und Enkel, Onkel und Neffen Aufzeichnungen führen", teilte Schlegel mit.

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