Idyllischer Waldgasthof in Mittelfranken baut auf ökologischen Energieträger Flüssiggas und Kraft-Wärme-Kopplung mit einem Blockheizkraftwerk

Gastronom Herbert Hofmann (rechts) bestätigt PROGAS-Verkaufsleiter Reinhard Hahn im Heizungsraum des Waldgasthofes Wildbad Burgbernheim, dass die Entscheidung für ein Blockheizkraftwerk die richtige war (Foto: PROGAS)

Seitdem versorgt ein Dachs-Blockheizkraftwerk die Gäste mit Strom und Heizwasser. Da das Haus nicht am lokalen Erdgasnetz angeschlossen ist, liefert der bundesweit führende Versorger PROGAS Flüssiggas als leistungsstarken Energieträger.

Fernab des Großstadttrubels liegt der Waldgasthof inmitten des Burgbernheimer Waldes. Wanderer und Walker finden hier auf 75 Kilometern Wanderwege beste Bedingungen, um sich fit zu halten und gleichzeitig die in großen Teilen unberührte Natur zu genießen. Aber auch als Ziel für einen Tagesausflug bietet sich der Waldgasthof an. Schließlich locken schon seit dem frühen 18. Jahrhundert die Heilquellen viele Besucher an. Markgraf Georg Friedrich Karl fand 1723 besonderen Gefallen am Wildbad und am Gasthaus, ließ daher das Hauptgebäude ausbessern und bequeme Badehäuser errichten. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Anlage stetig ausgebaut. Fünf Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges sind die letzten Schäden beseitigt, das Kneipp-Bad Burgbernheim entstand. Zwar ist der Kurbetrieb 1968 eingestellt worden, der Ruf der Heilquellen und der besonderen Idylle blieb jedoch bestehen.

Kein Problem mit Denkmalschutz
2013 trafen die Hofmanns schließlich den Entschluss, auf einen alternativen Energieträger umzusteigen. „Wir haben uns im Vorfeld ausgiebig informiert“, berichtet Martin Hofmann. „Erst hatten wir uns auf Sonnenenergie konzentriert. Da das Haus aber unter Denkmalschutz steht, hatten wir keine Möglichkeit, Solar- Kollektoren auf dem Dach zu installieren.“ „Aus diesem Grunde konnten wir auch keine Wärmedämmung anbringen“, ergänzt Vater Herbert. „Ein Bekannter, ebenfalls Gastwirt aus der Region, musste nach Fertigstellung einer Solaranlage sämtliche Arbeiten auf eigene Kosten rückgängig machen. „Das haben wir uns glücklicherweise erspart.“ Positive Rückmeldungen gab es dagegen in Sachen Flüssiggas. „Vor allem für den Umweltschutz ist ein Blockheizkraftwerk mit Flüssiggasbetrieb eine ideale Lösung“, bestätigt Reinhard Hahn, bei PROGAS der für die Region zuständige Verkaufsleiter.

„Anders als zum Beispiel Erdöl verbrennt Flüssiggas fast völlig geruchlos und erzeugt kaum Rückstände“, betont Hahn. „Kosten für  Wartung und Reinigung der Heizanlagen entfallen daher fast komplett.“ Mit der Firma Himmler Haustechnik und der Heilsbronner Niederlassung des BHKW-Herstellers SenerTec einigten sich die Hofmanns auf die Installation des ,Dachs' F 5.5. Darüber hinaus unterstützt eine Gasbrennwerttherme mit einer Leistung von 50 Kilowatt (KW) das BHKW. Hinzu kommt ein 900 Liter Pufferspeicher für Warmwasser.

Freudiger Blick auf Stromrechnung
„Nach bereits vier Wochen waren sämtliche Arbeiten abgeschlossen“, blickt Martin Hofmann zufrieden zurück. Das Blockheizkraftwerk hat 25.000 Euro gekostet, Anschaffung und Installation der weiteren Geräte sowie Leitungen noch einmal die gleiche Summe. Seit der Inbetriebnahme versorgt der Dachs den Waldgasthof mit seinen die 26 Gästezimmern mit 5,5 kW elektrischer und 12,5 kW thermischer Leistung. Bei einem kalkulierten Wärmebedarf von 165.000 Kilowattstunden (kWh) im Jahr liegt der Verbrauch bei rund 21.800 Litern Flüssiggas.

Bei einer Betriebszeit von 7.000 Stunden im Jahr produziert der Dachs 90.000 kWh nutzbare Wärme Von den etwa 38.500 kWh erzeugten Strom werden 8.000 ins öffentliche Energienetz eingespeist und 43.000 hinzugekauft. Die Eigennutzung von Strom und Wärme sowie der Energieverkauf bringen den Hofmanns rund 5.000 Euro im Jahr ein. Die Energiesteuerbefreiung durch Nutzung des sauberen Brennstoffs Flüssiggas bringt eine zusätzliche Rückzahlung in Höhe von etwa 700 Euro im Jahr.

Fünf Jahre Amortisierungszeitraum
„Bereits bei unserer ersten Stromrechnung nach der Installation konnten wir deutlich die Einsparmöglichkeiten errechnen“, ergänzt Herbert Hofmann. Schließlich muss die Familie neben dem ökologischen Aspekt auch wirtschaftlich denken. Martin Hofmann: „In etwa fünf Jahren wird sich die Investition amortisiert haben.“ Kein Wunder, dass man bereits für die Zukunft plant: „Der BHKW-Hersteller hat nach Absprache mit uns die anderen beiden Häuser, die noch mit Öl beheizt werden, für den Flüssiggasbetrieb vorbereitet. Sollten wir uns für den Wechsel entscheiden, könnte man uns zwei weitere Blockheizkraftwerke einrichten. Innerhalb von nur zwei Tagen.“

Martin Hofmann freut sich zudem  über einen weiteren Pluspunkt: „Der 4.800-Liter-Behälter, der verborgen neben dem Haus steht, versorgt auch die Küche mit Flüssiggas. Und als Koch arbeite ich natürlich, wie die meisten Kollegen, am liebsten mit Gas.“  

Über den Familienbetrieb Waldgasthof Wildbad:
Neben der Waldidylle hat der Gasthof Wildbad vor allem seine ganz besonders familiäre Atmosphäre zu bieten. Schließlich stand für Martin Hofmann, der hier Kindheit und Jugend verbracht hat, früh fest, in den Familienbetrieb einzusteigen. „Das hat er wie selbstverständlich für sich entschieden“, erinnert sich Vater Herbert Hofmann, der selbst erst eine Ausbildung als Metzger und danach als Koch abgeschlossen hat. Martin Hofmann räumt zwar ein, dass er sich seine Entscheidung lange überlegt hat. „Schließlich nimmt einen die Arbeit ganz besonders in Anspruch.“ Lediglich zwei Wochen Urlaub gibt es in den Betriebsferien im Februar. Neben den Eltern hat er aber in seiner Ehefrau Nina, ihres Zeichens Hotelfachfrau, perfekte Unterstützung an seiner Seite. Und die nächste Generation wächst  bereits heran: Töchterchen Hannah fühlt sich pudelwohl auf dem 4,5 Hektar großen Gelände. Ebenso wie die fünf Pfauen, die über das Gelände stolzieren. „Das ist ein Hobby, dass ich von meiner Mutter übernommen habe“, so Edda Hofmann lachend. „Die gehören einfach dazu.“

Mehr:
www.waldgasthof-wildbad.de
www.progas.de