Flüchtlinge checken auch in Tophotels ein

Ramada Hotel Frankfurt/Oder wird komplett für Flüchtlinge angemietet

Es ist das zweite Hotel der H-Hotels (Hospitality Alliance), das komplett für Flüchtlinge bereit stehen. Das frühere Ramada Hotel Britannia in Hannover ist bereits so umgewidmet. Über die Kosten der Pauschalbelegung wurde laut Medienberichten Stillschweigen vereinbart. Gezahlt werden soll eine Pauschale inklusive Verpflegung. Hotelmarkt-Experten weisen darauf hin, dass von Behörden bis zu 75 Euro pro Flüchtlingsgast pro Tag gezahlt werden - bei hundert Prozent Belegung ein durchaus lohnender Ertrag.

Flüchtlinge in notleidenden oder ehemaligen Hotels - das ist längst Alltag geworden. Für manchen Immobilieneigentümer ist diese Neunutzung eine willkommene Rettung. Bislang galt allerdings die Unterbringung von Asylbewerbern in der Tophotellerie nicht als ideales Geschäftsmodell - dies könnte sich an schwieriegen Standorten nun ändern. Dehoga-Chefin Ingrid Hartges bekannte vor kurzem gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung", dass Hoteliers hier den hilfesuchenden Behörden durchaus gute Dienste leisten könnten: "Unter bestimmten Umständen sei eine Unterbringung im Hotel für eine Kommune kostengünstiger als der Neubau von Unterkünften oder der Umbau bestehender Gebäude."
 

 

Foto: Ramada Hotel Frankfurt/Oder