Neujahrsempfang

Dehoga-Sachsen ist bunt

Terrasse eines Gasthauses im historischen Gebäudekomplex in der Leipziger Innenstadt (Foto: BildPix.de/stock.adobe.com)

Der sächsische Hotel- und Gaststättenverband lud seine Mitglieder sowie Partner aus Politik und Wirtschaft bereits zum zweiten Mal zum Neujahrempfang ins Dresdner Congress Center. Axel Hüpkes, Präsident des Hotel- und Gaststättenverband e.V. Sachsen (Dehoga Sachsen), ließ das vergangene Jahr Revue passieren und betonte die regionale Verwurzelung und Weltoffenheit der Gastronomie- und Hotelleriebranche. In Anwesenheit des Staatsministers für Umwelt und Landwirtschaft, Thomas Schmidt, rief er die politischen Entscheider dazu auf, genauer auf die Konsequenzen ihrer Gesetze für die Wirtschaft zu schauen.

Dehoga-Sachsen – hip, dynamisch und beweglich

„Wir sind bunt und wir tragen die Gastfreundschaft Sachsens nach außen. In gewisser Weise ähneln wir einer Hip-Hop-Gruppe: Wir sind hip, dynamisch und beweglich. Wir reagieren auf
Markttrends und erfinden neue Ideen für das Hotel- und Gaststättengewerbe. Ebenso arbeiten wir eng mit der Tourismusbranche zusammen. Die Arbeitszeiten sollten den Wünschen der Gäste im Rahmen einer gesetzlichen Wochenarbeitszeit angepasst sein, damit gerade in den touristisch relevanten Gebieten niemand vor verschlossenen Türen steht. Der Ruf von der ‚Servicewüste Deutschland‘ sollte ein für alle Mal der Vergangenheit angehören. Ob Hochzeit, Trauerfeier oder der Geburtstag, gerade im ländlichen Raum trägt unsere Branche sogar maßgeblich zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Infrastruktur bei und schweißt oft den ganzen Ort zusammen. Fallen diese Angebote, etwa wegen mangelnder Nachfolgeregelung, weg, verlieren die Einwohner ihr gemeinschaftliches Wohnzimmer“, sagte Hüpkes.

Axel Hüpkes, Präsident des Hotel- und Gaststättenverband e.V. Sachsen (Foto: Dehoga)

Für die Branche sei der Respekt für Mitmenschen und Gäste aus aller Herren Länder ebenso selbstverständlich wie die Integration junger Migranten in Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse der Gastronomie und Hotellerie, hob der sächsische Dehoga-Präsident hervor.

Weniger Bürokratie gefordert

Axel Hüpkes appellierte abschließend an die Politiker: „Wir brauchen Bürokratieabbau! Den Auflagen der Europäischen Union immer noch eines obenauf zu setzen sorgt vor Ort oft für verzweifeltes Kopfschütteln.“ Je strenger man das Mindesthaltbarkeitsdatum reglementiere, umso konsequenter müsse man Speisen entsorgen, die noch genießbar seien, sagte Hüpkes und ergänzte: „Unsere Kleinen sollen die frischesten Produkte bekommen, aber niemand ist
bereit, das notwendige Geld in die Hand zu nehmen. Gesetze sollten genauer im Hinblick auf ihre praktischen Konsequenzen betrachtet werden. Mit der notwendigen Flexibilität ist unsere Hotel und Gaststättenbranche gut für kommende Herausforderungen gewappnet.“