Bremst die Angst vor Terroranschlägen den Tourismusboom?

Foto: Visit Berlin / Philip Koschel
Foto: Visit Berlin / Philip Koschel

Bundesinnenminister de Maiziére ließ nach der Blutnacht von Paris die Sicherheitsbehörden weitere Maßnahmen zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit in Deutschland ergreifen: "Dazu gehört für den Moment insbesondere die verstärkte Präsenz und Kontrolle des Flug- und Zugverkehrs von und nach Frankreich durch die Bundespolizei. Dazu gehört auch eine robustere Ausstattung der Polizisten im Einsatz. Wir überwachen außerdem ganz genau, die uns bekannten islamistischen Gefährder, ihre Sympathisanten aber auch die Rechtsextremisten, die auf einen solchen Anschlag reagieren könnten", so der Minister.

Dagegen kämpfen Hoteliers und Gastronomen in Dresden mit einem ganz anderen Phänomen. Die "fremdenfeindliche Stimmung rund um Pegida" halte Gäste fern, der Tourismus stecke in einer schweren Krise. " "Vor allem durch das derzeitige Demonstrationsgeschehen einerseits, aber auch durch die völlig überzogene und tendenziöse Berichterstattung in den Medien hat die Stadt einen massiven Imageschaden erlitten", kommentierte Hotelier Johannes Lohmeyer (Macrander Hotels), Vorsitzender des örtlichen Tourismusverbandes. Und weiter: "Eine verschwindend kleine Minderheit beansprucht gerade die Deutungshoheit über das Image unserer Stadt. Und schlimmer – sie hat es auch." Der Imageschaden sei zwar zu reparieren, glaubt er, werde jedoch den Fremdenverkehr noch lange begleiten und belasten.

Einen signifikanten Anstieg der Kriminalität durch Flüchtlinge sei bislag nicht festzustellen, heißt es in einem aktuellen Lagebericht des Bundeskimrinalamtes. "Insgesamt zeigen uns die derzeit verfügbaren Tendenzaussagen, dass Flüchtlinge im Durchschnitt genauso wenig oder oft straffällig werden wie Vergleichsgruppen der hiesigen Bevölkerung. Der Großteil von ihnen begeht keine Straftaten, sie suchen vielmehr in Deutschland Schutz und Frieden", teilte Bundesinnenminister de Maiziére mit.